DAB+ / DVB-T für den mobilen Einsatz und speziell auf ihr Fahrzeug zugeschnitten.

Die Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte: Mit mittlerweile mehr als 16 Millionen verkauften ueberallFersehen logoDAB+/DVB-T-Empfängern in Deutschland hat die Terrestrik eine Renaissance erlebt. Die Entscheidung, diesen Verbreitungsweg zu digitalisieren und damit zu modernisieren, war richtig. Er fördert nicht nur den Wettbewerb der Übertragungswege, sondern ermöglicht auch den portablen und mobilen Fernseh-Empfang und sichert den Programmanbietern langfristig die Teilhabe an den zukünftigen Marktentwicklungen.

Und auch im mobilen Bereich (KFZ) hält DAB+/DVB-T schon seit Jahren Einzug. Nicht nur für den Fahrer und Beifahrer dient DAB+/DVB-T als eine zusätzliche Informations-Quelle, auch für die Passagiere auf den hinteren Plätzen im Auto, wird DAB+/DVB-T eine willkommene Bereicherung.


Wir bieten Ihnen individuelle Lösungen für ihr Fahrzeug an und beziehen unser gesamtes Sortiment von den bekannten namenhaften Herstellern. Darüber hinaus lassen wir Sie nicht vor der Tür stehen, sondern integrieren auf Wunsch diese komplexen Einheiten in ihr Fahrzeug. 

Natürlich bieten wir Ihnen auch Fahrzeug spezifische Lösungen für DVB-T oder DAB+ an. Die Liste der einzelnen Geräte ist sehr lang und unterscheidet sich im wesendtlichen nur bei der Art der Verkabelung. Selbstverständlich führen wir alle Komponenten für z.B. Audi, BMW, Ford, Opel, Mercedes, Porsche, Seat, Skoda und Volkswagen (VW) und auch Exoten wie Lamborghini, Maserati, Maybach oder Land Rover.

Sie haben Fragen, möchten ein Angebot oder einfach nur schauen, dann nutzen Sie die jetzt die Gelegenheit und rufen uns an, oder schauen links in der Navigation alle Produkte zum Thema DVB-T und DAB+ an.


 

Auszug WIKI:

Neustart in Deutschland 2011
Nachdem der DAB-Rundfunk während seiner ersten Phase in der Bundesrepublik Deutschland (mit Ausnahme von Bayern) nur mangelhafte Verbreitung und Akzeptanz erreichte, wurde für das Jahr 2011 ein Neustart geplant. Den Erfolg sollte das weiterentwickelte DAB+ garantieren; es verwendet effizientere Kanalcodierungs- und Kompressionsverfahren, hat bei vergleichbarer Sendeleistung eine noch höhere Reichweite und Empfangssicherheit als DAB.

Nach den Planungen sollte ab dem 1. August 2011 neben öffentlich-rechtlichen Programmen auch private Anbieter auf einem erstmalig bundesweit ausgerichteten Multiplex, den sogenannten „Bundesmux“, verbreitet werden. Die Vereinbarung dazu traf der Netzbetreiber Media Broadcast mit dem öffentlich-rechtlichen Deutschlandradio und sechs privaten Veranstaltern im Dezember 2010, nachdem der Chiphersteller Frontier Silicon einen vierjährigen Werbevertrag mit den privaten Programmanbietern abgeschlossen hatte und sich damit zu finanzieller Unterstützung verpflichtete.

Neben Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen stand mit LoungeFM, 90elf, Absolut Radio, Energy, ERF Radio, Klassik Radio, Radio Bob und Radio Horeb ein erweitertes Programmangebot bereit. Damit war der bundesweite DAB+-Multiplex zu mehr als 85 Prozent ausgelastet und somit die Bedingung der KEF für die Freigabe der eingefrorenen Projektmittel in zweistelliger Millionenhöhe erfüllt. Die verbleibenden Kapazitäten wurden von der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten erneut ausgeschrieben, woraufhin die Hamburger Frank Otto Medienbeteiligungsgesellschaft mbH mit dem Programm KISS FM das Angebot erweitern konnte.Im November 2011 folgte Regiocast mit sunshine live.

Die ursprünglich 14 Programme starteten auf DAB+ pünktlich zum 1. August 2011 und wurden zu Beginn über 27 Sender mit bis zu 10 kW Leistung ausgestrahlt. Zusammen mit dem neuen Komprimierungsverfahren im AAC-Format konnte so im Vergleich zu DAB ein wesentlich störungsresistenteres Signal und eine erhöhte Reichweite realisiert werden. Angestrebt war zunächst die Versorgung der großen Ballungsräume und einiger Autobahnachsen.

In Nordrhein-Westfalen wurde der Bundesmux ursprünglich auf Kanal 5A verbreitet. Um Störungen des Polizeifunks zu vermeiden, erfolgte bereits im September 2011 die Umstellung auf Kanal 5C (ermöglicht durch eine entsprechende Vereinbarung mit den Niederlanden). Bis zum 2. März 2012 werden ausnahmslos alle DAB+-Sender auf Kanal 5C umgestellt. Mittlerweile läuft der DAB+-Regelbetrieb annähernd problemlos, Endgeräteindustrie und Händler sahen im Oktober 2011 ihre Erwartungen „mehr als erfüllt“. Für 2012 ist ein weiterer Ausbau des Sendernetzes vorgesehen, vorrangig ist die Versorgung wichtiger Autobahnverbindungen und weiterer urbaner Gebiete. Bis zum Endausbau im September 2015 sind 110 Sendestandorte für das bundesweite DAB+-Sendernetz vorgesehen. Die aktuelle DAB-Sendeabdeckung in Deutschland beträgt ca. 70 Prozent der Bevölkerung (Stand November 2011). 

DAB+ ist mit bisherigen DAB-Geräten nur zu empfangen, sofern sie mit neuer Firmware aktualisiert werden können. Neue DAB+-fähige Geräte sind zumeist abwärtskompatibel. Praktisch alle Geräte, die seit Ende 2010 neu in den Handel kamen, unterstützen den neuen Standard. Eine empfangstechnische Ausnahme im Bundesmux stellen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur dar, die auch mit herkömmlichen DAB-Radios empfangbar sind, da sie weiterhin im alten mp2-Format senden. Ein Problemfall bei DAB+ sind Lokalradios, da die große Datenkapazität für einzelne Sender im Verhältnis teurer ist. Darauf zugeschnittene Sendernetze existieren bislang nicht. Das L-Band, das ursprünglich für Lokalfunk vorgesehen war, wird aufgrund der zu hohen frequenzbedingten Dämpfung möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen.


Private und öffendlich-rechtliche Programme

Neben dem deutschlandweiten Multiplex sind auch einige landesweite Veranstalter sowie öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalten mit am DAB+-Neustart beteiligt. In 14 Bundesländern senden zurzeit öffentlich-rechtliche Hörfunk-Programme, teilweise laufen dort analoge Mittelwellenprogramme im Parallelbetrieb auf DAB(+). 

Der Hessische Rundfunk (hr) sendet seit 1. Dezember 2011 seine sechs Radiowellen hr1, hr2-kultur, hr3, hr4, You FM und hr-info im Sendestandard DAB+; davor wurden die hr-Radioprogramme nicht über DAB ausgestrahlt.

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) verbreitet seit dem 22. November 2011 seine Hörfunkprogramme NDR 1, NDR 2, NDR Kultur, NDR Info und N-Joy via DAB+. Zuvor hatte der NDR die langjährige Verbreitung der Programme im alten DAB-Standard im Sommer 2011 beendet. Seit dem 5. Januar 2012 wurde das Angebot mit NDR Info Spezial, NDR Musik Plus sowie dem NDR-Verkehrskanal NDR Traffic ergänzt. Private Radiosender haben bislang kein Interesse gezeigt, mit über die norddeutschen DAB+-Landesmultiplexe zu senden.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) nutzt seit dem 1. August 2011 DAB+ zur Verbreitung seiner Programme MDR 1, Jump, MDR Figaro, MDR Info und MDR Sputnik. Einzig MDR Klassik wird im alten DAB-Verfahren ausgestrahlt und ist damit auch mit älteren Empfängern zu hören. In Sachsen-Anhalt sind mit Radio SAW, 89.0 RTL, Rockland Sachsen-Anhalt und Radio Brocken auch private landesweite Veranstalter über DAB+ zu empfangen.

Der Saarländische Rundfunk (SR) strahlt seine Radioprogramme Unser Ding und Antenne Saar seit dem 17. Januar 2012 auch in DAB+ aus. SR 1 Europawelle, SR 2 Kulturradio und SR 3 Saarlandwelle werden vorerst weiter im alten DAB-Standard gesendet wie auch das private Radio Salü.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) stellte seine Verbreitung der Radioprogramme am 1. August 2011 von DAB auf DAB+ um. Mit den Programmen 1 Live, WDR 2, 1LIVE diggi, KIRAKA, Funkhaus Europa, WDR Event und dem Verkehrsdienst WDR VERA bildet man damit jedoch ein anderes Angebot als über UKW, da die Programme WDR 3, WDR 4 und WDR 5 fehlen. Laut WDR erreiche man bereits „in der ersten Ausbaustufe […] 85 Prozent der Bevölkerung in NRW.“ Einziger Privatsender im Landesmultiplex ist derzeit (Stand 01/12) das Domradio.

Der Bayrische Rundfunk (BR) sendet seit 1998 auf DAB und seit dem 1. August 2011 einige seiner Programme in DAB+. Während on3-radio, Bayern plus, BR-Klassik, B5 plus, Bayern 1 Oberbayern, Bayern 2 Süd, Bayern 3 und das Programm BR Verkehr noch im alten DAB-Standard senden, sind Bayern 1 Mittel- und Oberfranken Bayern 1 Mainfranken, Bayern 1 Niederbayern und Oberpfalz, Bayern 1 Schwaben, Bayern 2 plus/Nord sowie B5 aktuell bereits über DAB+ on air (Stand Januar 2012). Aufgrund der weitaus größeren Akzeptanz von Digitalradio in Bayern beteiligten sich auch mehrere Landesweite Privatsender am DAB+-Neustart, u.a. Rock Antenne, Megaradio Bayern, RT1 in the Mix!, Antenne Top40 sowie Antenne Bayern Info digital. Einzig Radio Galaxy verblieb im alten DAB-Modus.

Der Südwestrundfunk (SWR) sendet seit dem 9. Januar 2012 offiziell über DAB+. Bereits vorher nutzte man DAB zur Verbreitung der Radioprogramme. Zum Neustart des Digitalradios stellte man die Programme SWR2, SWR3, SWR4, DASDING sowie SWRinfo auf DAB+ um, lediglich SWR1 sendet weiterhin im alten DAB-Modus.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) begann am 1. Januar 2012 mit Ausstrahlungen in DAB+ über zwei Berliner Sender. Neben den RBB-Programmen Radio Berlin 88,8, Antenne Brandenburg, Kulturradio, Inforadio, Radio Eins und Fritz wurden zum Start auch Programme anderer öffentlich-rechtlicher Anstalten, so Bayern 2, MDR JUMP, SWR3, BR-Klassik und Funkhaus Europa (WDR) über DAB+ verbreitet. WDR 2 verblieb im alten DAB-Modus. In einem zweiten Multiplex sendeten zudem Bayern plus sowie die privaten Radio B2 und Radio Paloma, jedoch auch hier nur im alten DAB-Modus. Im Ballungsraum Berlin/Potsdam ist der RBB seit dem 18. August 2011 digital (DAB+) über Antenne zu empfangen.

Radio Bremen (RB) hat bislang noch keine Ausstrahlungen auf DAB bzw. DAB+ gestartet.

 

Schweiz

Der Bundesrat erteilte am 17. Februar 1999 der SRG SSR idée suisse die Konzession zum Aufbau eines DAB-Netzes in der Schweiz. Noch im gleichen Jahr gingen im Großraum Bern-Solothurn die ersten Sender in Betrieb. Weiter folgten in den Jahren 1999 und 2000 die Regionen Interlaken-Bern-Biel, Baden-Zürich-Winterthur, sowie die Genferseeregion und die Agglomeration Basel. Seit 2001 ist DAB auf den Hauptverkehrsachsen Ost-West (inklusive der großen Tunnels) und Teilen der Nord-Südachse empfangbar. Seit Ende 2009 ist DAB in der ganzen Schweiz zu empfangen.

Die SRG SSR idée suisse strahlt in den vier Sprachregionen je ein eigenes Programmensemble mit neun bis elf Sendern aus – im Kanton Graubünden ist es mit Ausnahme zweier Sender ausschließlich in DAB+. Im Juli 2007 wurden acht private Programme für das zweite DAB-Ensemble in der Deutschschweiz konzessioniert. 18 Anbieter haben dafür ein Konzessionsgesuch eingereicht. Die SRG SSR idée suisse erhält zwei zusätzliche Konzessionen. Insgesamt sind 17 Programme der SRG SSR idée suisse aufgeschaltet: DRS 1, DRS 2, DRS 3, DRS 4 News, DRS Musikwelle, DRS Virus, Rete Uno, Rete Tre, Radio Rumantsch, La Première, Option Musique, Swiss Classic, Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Pop, World Radio Switzerland, Backstageradio (Mx3 (Musikplattform)), Open Broadcast.

Seit 2009 betreibt die Swiss Media Cast AG, eine von der SRG und Privatradios getragene Unternehmung, ein eigenes DAB+-Netz, über welches alle Privatradios und einige Sender der SRG verbreitet werden (Layer D02, Kanal 7D, Band III).

Mittelfristig ist eine vollständige Migration aller bisheriger DAB-Programme auf den Standard DAB+ vorgesehen. Dieser Migrationsprozess soll Ende 2012 beginnen. Danach sind keine „alten“ DAB-Programme mehr verfügbar. Ein Abschaltszenario für UKW-Sender ist zwar „längerfristig“ geplant, aber derzeit nicht konkret terminiert. Die Entwicklung zeigt, dass inzwischen jeder zehnte Haushalt ein DAB+-Gerät besitzt.

Folgende Privatsender in der Schweiz haben eine DAB+-Konzession erhalten:

  • Radio 24
  • Energy Zürich
  • Energy Basel
  • Radio Top
  • Radio Sunshine
  • Radio Argovia
  • Radio Central
  • Radio Top Two
  • Radio Eviva
  • Life Channel
  • SwissMountainHolidayRadio
  • Radio Maria Deutschschweiz
  • Radio Inside
  • Open Broadcast
  • Radio 105

Diese Sender werden über das DAB+-Netz der SMC AG auf Kanal 7D (Band III) in der ganzen Deutschschweiz verbreitet.

Die Schweizer Regierung hat Ende Oktober 2011 beschlossen, keine neuen UKW-Frequenzen mehr zu vergeben. Neben den bereits bestehenden UKW-Konzessionen werden nur noch DAB+-Konzessionen vergeben. Der Bundesrat begründet dies unter anderem mit der bereits weit fortgeschrittenen Digitalisierung in der Schweiz und den hohen Kosten, die ein UKW-Umbau zur Bereitstellung neuer Frequenzen zur Folge hätte.

 

Österreich

Der ORF und die 2005 ausgegliederte ORS betrieben auf experimenteller Basis zwischen Jänner 1999 und Ende 2008 DAB-Sender in Wien und Tirol. In Wien wurde zwischen Jänner 1999 und Ende 2008 über drei Sendeanlagen am Bisamberg, Kraftwerk Donaustadt und beim ORF-Zentrum Küniglberg im Block 12B die Programme Ö1, Radio Wien, Ö3 und FM4 ausgestrahlt. Im Tiroler Unterinntal wurde zwischen September 2000 und Ende 2008 über den Sender Patscherkofel und Innsbruck 2 - Seegrube im Block 12C die Programme Ö1, Radio Tirol, Ö3 und FM4 gesendet um einen durchgehenden DAB-Empfang von Deutschland bis Italien zu ermöglichen. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) schrieb dazu zwischen 2006 und 2009 auf ihrer Website, die Ausstrahlung liefe „[…] praktisch aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Seit Dezember 2009 sind vereinzelt digitale Radiosender in Österreich empfangbar, allerdings wird derzeit ausschließlich im DVB-T-Multiplex B (nur Wien, Radio Maria Österreich) und C (Steiermark) gesendet. Die Ausstrahlung einiger Stationen über DVB-H wurde 2010 eingestellt. Die Wiedereinführung von DAB in der Variante DAB+ wurde im Februar 2011 wegen des Fehlens überzeugender Erfolgsmeldungen aus dem Ausland von den Programmanbietern nicht geplant. Die Regulierungsbehörde wird im Juni 2012 zu Interessensbekundungen einladen.

 

Südtirol

Zurzeit werden von der Rundfunk-Anstalt Südtirol (RAS) 17 Hörfunkprogramme fast landesweit und weitere 10 Hörfunkprogramme im Großraum Bozen, Überetsch und Unterland ausgestrahlt.

Block 12 A: Bayern 3 (Hitradio), Bayern 4 (Klassische Musik), Bayern 5 Aktuell (24 Stunden Nachrichten), RadioJojo (Kinderradio), RADIO UNO, RADIO DUE, RADIO TRE, S-BZ RAI (Sender Bozen) und seit Oktober 2008 Deutschlandradio Kultur in der neuen Technik DAB+.

Block 12 D: ORF-OE1 (Kultur), ORF-OE2 (Radio Tirol), ORF-OE3 (Hitradio), ORF-FM4 (Alternativ), SRG-Swiss Jazz (24h Jazz), SRG-Radio Rumantsch (rätoromanisch), Bayern2 (Information) und Bayern1.

Des Weiteren wird im Großraum Bozen auf dem Kanal 13A das Ensemble „DABMEDIA“ ausgestrahlt (Versorgung von ca. 39% der Bevölkerung). Dieses beinhaltet die Programme von Radio 2000, Radio Gherdeina, Radio Grüne Welle, Radio Holiday, Radio Tirol und Südtirol 1. Das Programm Tele Radio Vinschgau ist seit November 2008 hörbar.

Außerdem betreibt die RAS einen Sender im L-Band um die Ausbreitungseigenschaften dieses Frequenzbandes zu untersuchen. Der Sender befindet sich am Hauptstandort Penegal und versorgt den Großraum Bozen (ca. 26% der Bevölkerung). Die Programmbelegung ist provisorisch.

 

Europäische Union

Länder mit regelmäßigem Dienst (tiefblau), Länder mit Tests (blau), interessierte Länder (hellblau)

In Frankreich wurde die Digitalisierung des Hörfunks verordnet. Dabei setzt Frankreich nicht auf DAB, sondern auf DAB+, DRM und DMB. Mitte 2010 sollten die ersten Startinseln in Paris und Marseille gestartet werden und sukzessive bis 2015 das gesamte Land über DMB-Empfang verfügen.

Schweden und Finnland haben sich von DAB abgewandt.

In Großbritannien ist DAB aufgrund einer guten Inhouse-Versorgung, der Programmvielfalt in Verbindung mit starker Promotion des Sendernetzbetreibers Digital One, der BBC und dem DRDB sehr erfolgreich. Bislang wurden 3,5 Millionen DAB-Empfänger verkauft. Die Handelskette Dixons hat FM-Radios aus dem Verkauf genommen, da sie sich zukünftig ganz auf den Verkauf digitaler Empfänger konzentrieren möchte. Dort hat sich gezeigt, dass ein Zugpferd (in diesem Fall die BBC) immer den Erfolg von DAB beeinflussen kann. Inzwischen hat die Regierung den UKW-Ausschalttermin und das Umstiegsszenario bis 2015 gesetzlich festgelegt.

 

Ausbauziele

Offiziell erklärtes Ziel der Europäischen Kommission ist es, analoges Fernsehen und Hörfunk bis zum Jahr 2012 (siehe Analogabschaltung) abzulösen. Aufgrund der derzeitigen Fortschritte ist allerdings nicht anzunehmen, dass dieses Ziel erreicht wird.

Im Mai/Juni 2006 tagte in Genf die Internationale Wellenkonferenz RRC 06, in deren Rahmen die Frequenzen für den digitalen Rundfunk (Hörfunk und TV) im VHF-Band III und im UHF-Bereich (Band IV und V) neugeordnet wurden. Im Ergebnis wurde dem Wunsch der Bundesrepublik Deutschland vollständig entsprochen, so dass zukünftig zwei weitere nationale Bedeckungen mit rund 12–18 DAB- oder entsprechend vielen DMB-Programmen möglich sind. Insgesamt stehen somit dann drei Bedeckungen mit rund 18–24 Programmen im VHF-Band III und weitere drei Bedeckungen mit ebenfalls 18–24 Programmen im L-Band (1,4 GHz) zur Verfügung.

Darüber hinaus wird die ARD DVB-T aus dem VHF-Band III in den für DVB-T günstigeren UHF-Bereich verlegen. Damit stehen für DAB/DMB im VHF-Band III weitere vier nationale Bedeckungen für ca. 24–36 DAB- oder entsprechend viele DMB-Programme zur Verfügung. Insgesamt bietet sich somit die Möglichkeit, im Band III über sieben Bedeckungen rund 42–63 DAB-Programme und im L-Band über drei Bedeckungen zusätzlich rund 18–24 DAB-Programme, also insgesamt über zehn Bedeckungen rund 60–87 DAB- oder entsprechend viele DMB-Programme zu verbreiten.


Marktsituation und konkurrierende Systeme

Von 2004 an stand für interessierte Verbraucher eine größere Auswahl an DAB-Empfangsgeräten zur Verfügung, womit ein Hemmnis aus den Anfangsjahren aus dem Weg geräumt wurde. Im Vergleich zu UKW-Empfängern war die Auswahl jedoch immer noch bescheiden. Für 2007 nannte die Uni Bonn eine Zahl von 546.000 DAB-Empfängern in deutschen Haushalten.

DAB-Radiogeräte werden derzeit auch unter der 40 €-Marke angeboten, USB-Stick-basierte Empfänger sind ab ca. 20 € verfügbar. Inzwischen sind fast nur noch DAB+-Empfänger im Handel erhältlich. Viele Hersteller haben ihre Modelle mit neuen mehrnormfähigen Chips ausgerüstet. Die Schweiz geht davon aus, dass mit der Migration der Sender von DAB auf DAB+ auch die Autogeräteindustrie nachziehen wird und ein ausreichendes Angebot von Autoradioempfängern auch für DAB+ ab 2012 anbieten wird. Auch hier ist es aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus kaum möglich, mit DAB allein den UKW-Hörfunk vollständig abzulösen.

Nach der Entscheidung der KEF, DAB-Ausstrahlung nicht weiter zu fördern, wurde in Deutschland Radio über DVB-T als Alternative zu DAB diskutiert. Zur versuchsweisen Ausstrahlung von 14 Radiosendern über DVB-T im Raum Berlin gesellten sich zwei Radiosender in Leipzig. Ein in Hamburg und Schleswig-Holstein geplantes geteiltes DVB-T-Bouquet mit bis zu 16 Radioprogrammen kam aufgrund einer zu geringen Bewerberzahl nicht zustande. In Berlin ist das Radioangebot auf DVB-T mittlerweile wieder gekürzt worden. Auch sind keine mobilen Empfänger, isb. Autoradios auf dem Markt. Der Hauptkritikpunkt bei DVB-T-Radio ist die Inkompatibilität zur europäischen Entwicklung und die mangelhafte Mobilität. Ab ca. 120 km/h wird DVB-T nach der aktuellen Spezifikation unbrauchbar.

Das System Digital Multimedia Broadcasting wurde in Deutschland vom Markt nicht angenommen, siehe DMB in Deutschland. In Österreich und in der Schweiz wurde es nie eingeführt. Jedoch verwendet Frankreich diesen Standard und die Geräteindustrie hat durch Mehrnormkompatibilität reagiert.

Auch über Satellit gab es eine Radioübertragungsnorm; die nach Jahren wegen zu geringer Verbreitung nicht mehr genutzt wurde.

DAB ist länderbezogen unterschiedlich erfolgreich. Eine gute Übersicht bezüglich des länderspezifischen Ausbaus befindet sich unter Worlddab.org. Eine Übersicht über konkurrierende Standards, terrestrisch und über Satellit, findet sich unter Digitalradio, Abschnitt Tabellarische Übersicht. Die derzeitige Situation in Deutschland lässt den Schluss zu, dass künftig DAB+ als Standard ausgesucht wird und sich als alleinige Radioplattform etablieren wird. Damit wäre zu den europäischen Nachbarn ein gleicher Standard ausgewählt. DVB-T hat sich durch diverse fehlgeschlagene Ausschreibungen nicht als Ersatz für DAB+ gezeigt. Dadurch dürfte wohl DAB+ als „Sieger“ der Systeme hervorgegangen sein.